Mein Weg zum neurozentrierten Training begann lange, bevor ich überhaupt wusste, dass es so etwas gibt.
Ich war als Kind oft tollpatschig und hasste Ballsport – ich traf den Ball einfach nicht. „Unsportlich“, dachte ich damals. Dass etwas ganz anderes dahintersteckte, sollte ich erst Jahrzehnte später verstehen.
Auf dem Pferd dagegen fühlte sich alles selbstverständlich an. Bis zu einem Reitunfall mit 16: In einer Springpferdeprüfung erschrak sich mein Pferd über dem Sprung, stürzte und rollte über mich hinweg. Ich bekam einen Huf gegen den Kopf – Schleudertrauma und schwere Gehirnerschütterung. Weil Klausuren anstanden, ging ich grün und blau weiter zur Schule und kurierte sie nie richtig aus.
Danach war auf dem Pferd plötzlich alles anders. Aussitzen wurde schwer, nichts fühlte sich mehr richtig an. Je mehr ich mich anstrengte, desto fester wurde ich – ein Teufelskreis.
Das Frustrierendste: Ich hatte keine Angst. Trotzdem ging es nicht. Und niemand konnte mir erklären, warum. Jahrelang dachte ich, mit mir stimme etwas nicht.
Über Umwege fand ich zum Reitsimulator und zum neurozentrierten Training – und auf einmal fügte sich alles zusammen. Durch die Gehirnerschütterung arbeiteten meine Augen nicht mehr gleichmäßig zusammen; meinem Gehirn fehlten Informationen für die räumliche Wahrnehmung. Das erklärte nicht nur das veränderte Reiten, sondern auch den Ballsport von früher.
Vor allem verstand ich etwas, das mir bis heute am wichtigsten ist: Ich war nicht zu unfähig. Und ich war nicht schuld. Es ging tatsächlich nicht. Allein das zu wissen, hat schon vieles verändert.
Mit gezieltem Training kam Stück für Stück zurück, was verloren schien: Ich bin heute deutlich geschickter, habe selten Schmerzen und ein ganz neues Körpergefühl. Parallel habe ich mich intensiv weitergebildet – Neuro-Ausbildung bei Marc Nölke und Z-Health bis zur T-Phase.
Dass solche unsichtbaren Zusammenhänge auch Pferde betreffen, lernte ich an meinem eigenen: jahrelange Takt- und Koordinationsprobleme, die kein Tierarzt fand – bis eine Tierärztin eine Zungenbeinblockade entdeckte. Danach war der Spuk fast vorbei. Seitdem weiß ich, wie eng Bewegung, Gleichgewicht und Nervensystem zusammenhängen – bei Mensch und Pferd.
Wie tragfähig dieses Wissen ist, habe ich im vergangenen Jahr selbst erlebt: Innerhalb von zwei Wochen zog ich mir zwei weitere Gehirnerschütterungen zu. Diesmal wusste ich, was zu tun ist. Mit gezielten Übungen, bewusster Atmung – und zeitweise Cap und Farbbrille – brachte ich mein Nervensystem Schritt für Schritt zurück in die Spur und konnte meinen Alltag bewältigen.
Genau das ist der Grund, warum ich diese Arbeit liebe: Kein Mensch ist wie der andere – und hinter einem hartnäckigen Problem steckt oft eine Ursache, die bisher einfach noch niemand gefunden hat. Genau die finden wir gemeinsam.
Viele meiner Kunden sind vor dem ersten Termin aufgeregt. Manche haben sogar Angst, etwas falsch gemacht zu haben oder ihrem Pferd unbewusst zu schaden. Diese Sorge dürft ihr bei mir loslassen.
Wer zu mir kommt, hat bereits einen wichtigen Schritt gemacht: Er ist bereit, an sich zu arbeiten. Und das finde ich großartig. Vielleicht liegt es an meiner eigenen Geschichte – aber bei mir gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Es gibt nur deinen ganz persönlichen Startpunkt. Ich bewerte nicht und ich verurteile nicht.
Mir geht es nicht darum, den perfekten Reiter zu erschaffen. Es geht darum, dich auf deinem Weg zu unterstützen – mit mehr Leichtigkeit, mehr Verständnis für deinen Körper und mehr Freude am Reiten.
Sitzschulung und neurozentriertes Training mit Blick auf Augen, Gleichgewicht, Atmung und Körperwahrnehmung – damit dein Sitz von Grund auf leichter wird.
Caro bringt Turniererfahrung auf höchstem Niveau mit und unterstützt dich bei der reiterlichen Detailarbeit – von der sauberen Lektion bis zur Vorbereitung auf den Wettkampf.
… dann lass uns gemeinsam herausfinden, woran es liegt. Ich freue mich auf dich.
Termin buchen